Italjet Roller Blinkergläser nachfertigen – 3D-Scan & Resin-3D-Druck

Für einen Kunden sollten beschädigte und nicht mehr verfügbare Blinkergläser eines Italjet Rollers digitalisiert und im Rahmen eines Demonstrationsprojekts reproduziert werden.

Mithilfe von 3D-Scan, Reverse Engineering und Resin-3D-Druck wurden die Originalteile zunächst digital erfasst und anschließend ein neues 3D-Modell erstellt. Auf Basis dieser Daten konnten optisch vergleichbare Bauteile gefertigt werden.

Die gedruckten Teile wurden dabei bewusst konstruktiv angepasst und verändert, um sie klar vom ursprünglichen Originalteil zu unterscheiden.

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie sich seltene oder nicht mehr verfügbare Bauteile mithilfe moderner 3D-Technologie digitalisieren und als optische Reproduktion herstellen lassen.

Hinweis: Dieses Projekt dient ausschließlich zur Demonstration von 3D-Scan- und Fertigungstechnologien sowie zur optischen Reproduktion. Es handelt sich nicht um ein geprüftes oder zugelassenes Ersatzteil.

📍 Lokal gefertigt in Maulburg

Kundenanfrage: Blinkergläser für einen Italjet Roller nachfertige

Ein Kunde aus der Mitte Deutschlands kontaktierte mich mit einer besonderen Anfrage. Für seinen Italjet Roller waren die originalen Blinkergläser nicht mehr erhältlich. Da diese Ersatzteile nicht mehr produziert werden und auf dem Markt kaum noch verfügbar sind, suchte der Kunde nach einer Möglichkeit, die beschädigten oder fehlenden Gläser reproduzieren zu lassen.

Um eine möglichst genaue Nachfertigung zu ermöglichen, sendete mir der Kunde die originalen Blinkergläser zu. Diese dienten als Vorlage für die Digitalisierung und spätere Herstellung der neuen Bauteile.

Digitalisierung der Originalteile mit 3D-Scanner

Die originalen Blinkergläser wurden zunächst mit dem 3D-Scanner Einstar Vega digitalisiert.

Der 3D-Scan ermöglicht es, die vollständige Geometrie eines Bauteils präzise zu erfassen und anschließend digital weiterzuverarbeiten. Die erzeugten Scandaten wurden anschließend am Computer bereinigt und für die weitere Bearbeitung vorbereitet.

Reverse Engineering und Erstellung des 3D-Modells

Nach dem Scan wurden die Daten in einer 3D-Software weiterbearbeitet.

Dabei wurden unter anderem:

  • kleine Scanfehler korrigiert

  • Oberflächen optimiert

  • ein druckfähiges 3D-Modell erstellt

Ziel war eine möglichst exakte digitale Rekonstruktion der Blinkergläser, sodass Form und Abmessungen dem Originalteil entsprechen.

Anpassung am Modell

Einige Details wurden bewusst angepasst.

Die Artikel- bzw. Teilenummern auf den Blinkergläsern wurden verändert, außerdem wurden CE-Kennzeichnungen und Sicherheitsmarkierungen entfernt.

Diese Anpassungen wurden vorgenommen, da die gefertigten Gläser ausschließlich für optische Zwecke gedacht sind und nicht als zertifiziertes Ersatzteil vertrieben werden.

Prototyp im Resin-3D-Druck

Nach Abschluss der Modellbearbeitung wurde ein erster Prototyp im Resin-3D-Druckverfahren hergestellt.

Gedruckt wurde das Bauteil mit dem Anycubic Photon Mono M7 Max, einem hochauflösenden Resin-3D-Drucker, der sich besonders für Bauteile mit feinen Details und glatten Oberflächen eignet.

Für die ersten Tests wurden verschiedene Varianten gedruckt, unter anderem:

  • orangefarbene Blinkergläser

  • dunklere Varianten

Passformtest des Prototyps

Nach dem Druck wurden die Bauteile sorgfältig nachbearbeitet.

Die Oberflächen wurden:

  • geschliffen

  • poliert

  • optisch veredelt

Diese Schritte verbessern die Transparenz und sorgen für eine hochwertige Oberfläche.

Fertige Blinkergläser und Versand

Nach der finalen Qualitätskontrolle wurden die fertigen Blinkergläser sicher verpackt und an den Kunden versendet.

Durch den Einsatz von 3D-Scan, Reverse Engineering und Resin-3D-Druck konnte ein nicht mehr verfügbares Ersatzteil für einen Italjet Roller erfolgreich reproduziert werden.

Ersatzteile nachfertigen lassen mit 3D-Scan und 3D-Druck

Nicht mehr verfügbare Ersatzteile müssen nicht zwangsläufig ersetzt oder improvisiert werden.
Mithilfe moderner 3D-Scan-Technologie, Reverse Engineering und hochauflösendem 3D-Druck lassen sich viele Bauteile digital rekonstruieren und neu herstellen.

Dabei wird das vorhandene Originalteil zunächst digital erfasst, anschließend am Computer rekonstruiert oder optimiert und danach mit modernen 3D-Druckverfahren präzise gefertigt.

Diese Methode eignet sich besonders für:

• Roller- und Motorradteile
• Oldtimer-Ersatzteile
• seltene oder nicht mehr verfügbare Kunststoffteile
• beschädigte Bauteile oder Einzelstücke
• Prototypen und Sonderanfertigungen

Gerade bei älteren Fahrzeugen oder seltenen Modellen sind viele Bauteile nicht mehr erhältlich. Durch digitale Rekonstruktion und moderne Fertigungstechnologien können solche Teile wieder verfügbar gemacht werden.

Wenn Sie ein Bauteil haben, das ersetzt oder reproduziert werden soll, können Sie mich gerne kontaktieren. Gemeinsam prüfen wir, ob eine digitale Rekonstruktion und Nachfertigung möglich ist.

Leistungen im Überblick

✔ 3D-Scan von Originalteilen
✔ Reverse Engineering und digitale Modellierung
✔ hochauflösender Resin-3D-Druck
✔ Einzelanfertigungen und Kleinserien

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Vom Einzelstück bis zur Kleinserie.

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Lokal gefertigt in Maulburg